| Unterrichtsforum |
| Kooperative Sprachspiele im Zeitalter von Wikipedia und Reality TV |
| Caroline L. Rieger |
Empirische Studien bestätigen, dass kooperatives Lernen mit den derzeit anerkannten Lerntheorien im Einklang steht. Dabei betonen diese Theorien, dass Lernende neues Wissen und Können selbst aufbauen müssen. Das geht natürlich nur in einer aktiven Auseinandersetzung mit der Materie. Darüber hinaus gibt es zahlreiche empirische Nachweise dafür, dass kooperatives Lernen Vorteile für die akademische Entwicklung, die Motivation und die Zufriedenheit der Lernenden mit sich führt (vgl. Barkley/Cross/ Howell Major 2005, 25; Haitink/Haenen 2002, 18-19, Rieger im Druck). Allerdings ist kooperatives Lernen nicht automatisch eine effektive Unterrichtsmethode. Diese Herangehensweise muss sehr gut vorbereitet, strukturiert und geübt werden. Notwendige Vorraussetzungen für ihren Erfolg sind ferner individuelle Verantwortlichkeit, was auch bedeutet, dass alle Beteiligten an den gestellten Aufgaben arbeiten - für Sprachspiele bedeutet das, sich an den Spielen zu beteiligen - und dass alle dafür sorgen müssen, dass alle an der Aufgabe und dem Lernprozess teilnehmen. Mit anderen Worten: die gleichberechtigten Gruppenmitglieder tragen gemeinsam die Verantwortung für den Lernprozess und dessen Ergebnisse, sie stehen also in einer positiven Abhängigkeit voneinander. Wichtig sind auch die sozialen Kompetenzen der Gruppenmitglieder und die Reflexion der kognitiven und sozialen Lernprozesse (vgl. Green/Green 2007; Haitink/Haenen 2002). Hilfreich ist es auch bei kooperativen Projekten den einzelnen Beteiligten unterschiedliche Rollen zuzuweisen (vgl. Six Common Group Roles in Barkley/Cross/Howell Major 2005, 52). Das ist bei den Sprachspielen nicht oder nicht unbedingt erforderlich. Ferner ist noch von besonderem Interesse, dass kooperative Aufgaben authentische zielsprachliche Kommunikation verlangen. |
| Darstellendes Spiel im Fremdsprachenunterricht |
| Marianne Eiselt |
Department of Culture and Language Studies, University of New Brunswick |
Im Sommer 2009 hatte ich das Glück, Dank eines Stipendiums des Goethe-Instituts an einem Fortbildungsseminar in Berlin zum Thema „Theater im Unterricht“ teilzunehmen. Das Seminar wurde von Dr. Manfred Schewe und Birgit Oelschläger. Im Folgenden möchte ich gern einige Gedanken, die diesem Ansatz zu Grunde liegen mit den Lesern teilen und konkrete Beispiele für den Einsatz im Unterricht geben, die ich aus Berlin nach Kanada mitgebracht habe. |
| Ein Videoclip auf Youtube zum Einüben des Perfekts |
| Karen Roy |
Unterrichtseinheit (2008) mit StudentInnen der University of British Columbia |
Ich habe mal gehört, dass ein Bild tausend Wörter wert sei. Mir ist auch aufgefallen, dass Videos dieselbe Wirkung auf Studenten ausüben können. Für den Kurs Deutsch 110, also für Studenten im zweiten Semester, wollte ich eine kreative Art und Weise finden, das Perfekt mit den Studenten zu üben. Ich wusste schon, dass viele Studenten sehr gerne Videos auf YouTube anschauen und ich wollte deswegen dieses Medium anwenden. |
| E-Mail und Chat: Ablenkung, Nutzen? |
| Dr. Ulf Schuetze |
University of Victoria, Victoria, BC |
Der folgende Aufsatz befasst sich mit dem Einsatz neuer Medien, insbesondere E-Mail und Chat, in einem Deutschkurs, der an der University of Victoria in British Columbia (Kanada) in Zusammenarbeit mit der Christian-Albrechts Universität zu Kiel im Wintersemester 2006 stattfand. Es wurde der Frage nachgegangen, inwieweit Studenten diese zwei Medien dazu benutzten, sich über persönliche Dinge zu unterhalten anstatt sich mit der Thematik zu befassen, die in dem Kurs in der jeweiligen Woche vorgegeben war. |
| Didaktikseminar und Praktikum Deutsch als Fremdsprache - Mai 2008 |
| Hildegard Grüter |
Université de Montréal |
Das Didaktikseminar Deutsch als Fremdsprache an der Université de Montréal findet jedes Jahr statt und baut auf der Tradition der Montrealer Sommerschulen und der langjährigen Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Montreal auf. Es erlaubt, Studierende und Junglehrer aus- und fortzubilden, und zwar nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch. |
| Das DaF-Blogprojekt „Rosen für Herrn Zegna” |
| Krisztián Fonyódi |
Queen's University, Kingston, ON |
Auf fortgeschrittenem Niveau im Deutschunterricht ist kreatives Schreiben eine altbewährte Methode um schriftliche Ausdrucksfähigkeiten zu fördern. Die Durchführung dieser Aufgabe ist bereits weitgehend didaktisiert und die Lernenden werden im Fremdsprachenunterricht meistens nicht mehr mit einem Aufsatztitel wie, beispielsweise, „Mein Sommerurlaub” oder „Die Rolle der Frau in Kanada” allein gelassen. Die Fachliteratur bietet eine breite Palette von pfiffigen Schreibanlässen, die die Phantasie der Lernenden anregen können. Viele dieser Ressourcen sind auch im Internet frei zugänglich. So findet man zum Beispiel auf der Internetseite DaF.in zahlreiche Arbeitsblätter zu diesem Thema. Das Internet ist jedoch nicht nur als Schatzgrube kreativer Ideen zu verwenden, sondern auch als das Medium des kreativen Schreibens selbst. Die heutzutage so beliebte und bereits weit verbreitete Internetapplikation Blog bietet sich als ideale Lösung für diese Aufgabenstellung an. |
| Kontextualisiertes Lesen im Anfängerunterricht DaF: Das Beispiel eines multi-medialen Ansatzes |
| Claudia R. Kost |
University of Alberta |
Das Lesen längerer Texte wird auf dem Anfängerniveau im Fremdsprachenunterricht oft vernachlässigt, da bei vielen Lehrkräften und Lehrbuchautoren die Meinung vorherrscht, Sprachlerner besäßen nicht die nötigen Sprachkenntnisse, um einen längeren Text zu lesen und zu verstehen. Auch liegt der Fokus des Sprachunterrichts oft primär auf der Ausbildung der mündlichen Sprechfertigkeit. Insbesondere im universitären Sprachunterricht ist es jedoch äußerst wichtig, alle Fertigkeiten gleichermaßen zu üben, um unsere Lerner auf fortgeschrittene Sprachkurse und die sogenannten Inhaltskurse in Literatur, Linguistik und Kultur vorzubereiten. Darüber hinaus erhalten Sprachlerner durch das Lesen längerer Texte zusätzlichen schriftlichen Input, was zum Spracherwerb beiträgt. Im Anfängerunterricht macht das Einüben von Lesestrategien und das Integrieren von Texten unsere Sprachlerner mit den Werkzeugen vertraut, die sie auch später beim Lesen anderer Texte in fortgeschritteneren Kursen anwenden können und vermittelt ihnen somit das positive Gefühl, selbstsicher an neue Fremdsprachentexte herangehen zu können. |
| Filmsprache muss keine Fremdsprache sein! |
| Krisztián Fonyódi |
In den 80er und 90er Jahren gab es viele Modellprojekte, in denen versucht wurde, Filmproduktion in den Deutschunterricht zu integrieren. Die meisten Projekte scheiterten aber daran, dass die Technik noch viel zu umständlich war. Die Kameras wogen zum Teil bis zu 5-6 Kilo und für den Schnitt musste man über ein richtiges Studio verfügen können. Heute sieht die Situation ganz anders aus. Wir haben Videohandys, winzige Digitalkameras und Webcameras in unseren Computern. Daher ist nichts einfacher, als einen kleinen Film zu drehen und ihn dann mit Hilfe von Internetplattformen wie z.B. youtube oder den Internetcommunitys facebook und myspace mit anderen zu teilen. |
| Supporting Task-Based Learning through Cultural Web Activities in the First Year German Curriculum |
| Claudia R. Kost, Crystal L. Sawatzky |
University of Alberta |
Introduction
The use of technology is much more prevalent in today’s language classrooms than only a decade ago, ranging from interactive power point presentations to podcasts. Many language instructors also employ the latest tools of computer-mediated communication such as blogs, wikis, and video- or text-based chat to increase language learning opportunities for their students. These recent technological tools speak to the learning preferences of today’s students by giving them an opportunity to work collaboratively, address a larger audience, and build an online community. Other learner characteristics of today’s digital generation that have been identified by researchers (Dede 2005; Oblinger 2003; Prensky 2001) include favoring graphics over text, a preference for learning by doing, and the desire for flexibility and customization. |
| Sprachwochenende plus: Deutschlernen in deutschgeführter Lodge |
| Marianne Eiselt, Kathrin Redlich |
University of New Brunswick |
Angeregt durch eine aktive German Club Gruppe an der University of New Brunswick und inspiriert durch einen Vortrag auf der CATG in Halifax haben die Autorinnen das erste deutsche Sprachwochenende in den Maritime-Provinzen geplant und im März 2007 in New Brunswick durchgeführt. |
| Podcasting im Unterricht |
| Ulrike Kugler |
Workshop für DeutschlehrerInnen
Goethe-Institut Montreal |
Am 7.12. und 9.12.2007 fand im Goethe Institut Montreal eine jeweils ganztägige Fortbildung zum Thema Podcasting im Unterricht statt.
Unter dem Motto „Radiohören war früher – heute machen wir unsere Sendungen selber“ haben rund 40 DeutschlehrerInnen erste Erfahrungen in der Produktion von Podcasts gesammelt. |
| Neuigkeiten vom Multiplikatorennetzwerk Kanada |
| Ruth Renters |
Das vom Goethe-Institut Toronto 2004 ins Leben gerufene Fortbildungsnetzwerk für Workshopleiter wird auch 2008 wieder durch StADaF-Gelder unterstützt. Ein toller Erfolg! Herzlichen Dank an die Mitglieder des Netzwerkes, die maßgeblich zum Bestand und Erfolg beigetragen haben, der die kontinuierliche finanzielle Unterstützung des Projektes durch StADaF ermöglicht. |
| Einführung in das Fach Deutsch als Fremdsprache |
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Fortbildungsreihe am Goethe-Institut Montreal |
In der Fortbildungsreihe des Goethe-Institut Montreal soll den Teilnehmern ein Grundwissen vermittelt werden, das ihnen die Sicherheit gibt, die ersten Unterrichtsstunden motiviert und erfolgreich anzugehen. Sie werden mit Begriffen vertraut gemacht, die dem modernen Deutschunterricht zu Grunde liegen. Sie bekommen Impulse, sich mit Themen aus der Sprachlehrforschung, Methodik und Didaktik weiter auseinander zu setzen. |
| Es gibt doch Licht am Ende des Tunnels für den Deutschunterricht an den Highschools von Kanada! |
| Ronald Rhodes |
Forest Heights CI., Kitchener, Ontario |
Hat Deutsch eine Zukunft an unseren Highschools? --- Die Antwort ist ein klares “JA, aber….”
Schriftliche Fassung eines Vortrags zum Leitthema der CATG-Tagung 2007: Werbung und Engagement für DaF.
Wir müssen es einfach machen wie die Politiker: vor der Wahl versprechen und hinterher sehen wir weiter! Also, vorher versprechen, dass Deutsch relativ einfach ist und Spaß macht, und alles versuchen, dies zu ermöglichen. Wenn auf einmal die Grammatik schwierig wird und die Schüler Vokabeln lernen müssen, dann hoffen wir, dass die Schüler unsere „Wahlversprechen“ vergessen haben. |