Fortbildung der Trainer zur Workshopmethodik und Fachdidaktik
Zur Unterstützung des DaF-Unterrichts in Kanada hat das Goethe-Institut Toronto ein flächendeckendes Netzwerk von Experten für DaF-Workshops aufgebaut, das sich aus DaF-Lehrkräften aller Provinzen aus allen Schulformen und Universitäten, Mitarbeitern der kanadischen Goethe-Institute, des Goethe Zentrums und den ZfA-Fachberatern in Kanada zusammensetzt. Die Mitglieder dieses Netzes haben den Auftrag, bei Konferenzen und Lehrerverbandstreffen als Multiplikatoren Workshops u.a. zu den Themenschwerpunkten der Multiplikatorenfortbildungen anzubieten. Damit wird ein aktuelles, methodisch gut vorbereitetes Fortbildungsangebot in ganz Kanada bereitgestellt.
Seit 2004 besteht das Multiplikatorennetzwerk Kanada unter der organisatorischen Leitung des Goethe-Instituts Toronto. Es wurde nach dem Vorbild der drei Trainernetzwerke in den USA aufgebaut und in den ersten Jahren vom Fachberater des Goethe-Instituts San Francisco fachlich betreut. In den vergangenen beiden Jahren hat das Multiplikatorennetzwerk seine Unabhängigkeit auch in fachlicher Hinsicht erlangt und gestaltet seine Inhalte nach Bedarf der kanadischen Deutschlehrkräfte aus allen Bildungseinrichtungen selbst.
Für 2008 hatte sich das Netzwerk zur Aufgabe gestellt, zum ersten Mal nicht das Schwergewicht auf die Workshopmethodik zu legen, sondern zwei fachdidaktische Schwerpunktthemen in den Vordergrund zu stellen: a) Simulation im Sprachunterricht und b) Didaktisierungmöglichkeiten für aktuelle deutsche Songs für den DaF-Unterricht. Zusätzlich brachte die Einführung in die Moodle-Plattform Ideen für den weiteren virtuellen Austausch der Trainer zu Workshopideen und Materialien sowie zum Einsatz eines solchen Angebots für den Unterricht. Das Programm ist ausgesprochen gut bei den 18 Teilnehmern angekommen.
Sowohl bei der APAQ Tagung in Montreal als auch bei und im Anschluss an die BCATML Tagung in Vancouver nutzten Mitglieder des kanadischen Multiplikatorennetzes Ideen, Anregungen und Materialien der Referenten der Fortbildung in Arnprior, um ein gutes Fortbildungsprogramm für Deutschlehrkräfte in ihren Provinzen zu gestalten.
2009 soll der fachdidaktische Schwerpunkt auf Theaterpädagogik liegen, dazu soll die Workshopmethodik wieder eine größere Rolle spielen. Die Referentin, Dr. Sabine Dinsel, erfahrene Fortbilderin beim Goethe-Institut in Deutschland und freie Mitarbeiterin beim Hueber Verlag, wird am Beispiel von grammatischen Inhalten Workshopmethodik prakisch anwenden und dann von den Teilnehmern reflektieren und selbst verwenden lassen. Grund für diese Schwerpunktsetzung ist die große Anzahl neuer Interessenten an der Netzwerkarbeit, die 2008 zu verzeichnen war. So hatten wir 18 statt der angenommenen 12-15 Teilnehmer. Diese sollten 2009 intensiver in der Workshopmethodik ausgebildet werden, ohne auf fachdidaktische Weiterbildung zu verzichten.
Die fünf- bis sechstägige Fortbildungswoche findet wieder im August in Arnprior (außerhalb von Ottawa) statt und ca. 20 Multiplikatoren aus allen Provinzen und Bildungseinrichtungen werden eingeladen. |